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Kraft der Düfte - Aromatherapie

15.02.2013 um 15:58

Als Bestandteil der Pflanzenheilkunde setzt die Aromatherapie ätherische Öle zu therapeutischen...

Als Bestandteil der Pflanzenheilkunde setzt die Aromatherapie ätherische Öle zu therapeutischen Zwecken ein. Dabei werden die Öle entweder eingenommen, inhaliert oder zu Massagen und Bädern verwendet.

Schon im Altertum war die besondere Wirkung bekannt, die Pflanzendüfte auf den körperlichen und geistigen Zustand des Menschen hatten. Bereits Araber, Griechen und Römer sollen gezielt Pflanzenduftstoffe zu medizinischen Zwecken eingesetzt haben. Ein französischer Chemiker namens Gattefosse prägte zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Begriff Aromatherapie. Er ging davon aus, Krankheiten seien nur mithilfe von ätherischen Ölen behandelbar.

Die Heilkraft der Pflanzendüfte

In der Aromatherapie werden ätherische Öle aus Pflanzen wie Kamille, Thymian, Jasmin oder Sandelholz gewonnen, die in mehr als 2.000 zugelassenen Medikamenten, Kosmetikprodukten oder Lebensmitteln enthalten sind.

Bei der komplementären Aromatherapie geht man davon aus, dass Körper und Seele durch ätherische Öle in Gleichklang gebracht werden. So sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt und Krankheiten behandelt werden. Die wissenschaftlich definierte Aromatherapie legt die Wirkung eingeatmeter Öle zugrunde. Diese ist Folge der Geruchswahrnehmung und zusätzlich sollen Inhaltsstoffe durch die Schleimhäute der Atemwege ins Blut gelangen und auf diese Weise auf die Funktionen und Organe des Körpers wirken.

Vielfältige Anwendungsgebiete

Je nach Pflanze sind die Anwendungsgebiete der ätherischen Öle der Aromatherapie verschieden. Vor allem Atemwegsinfektionen, Erkältungs- und Magen-Darm-Beschwerden werden häufig auf diese Weise behandelt. Thymian, Oregano, Nelke, Bohnenkraut und Zimt werden beispielsweise bei bakteriellen Infektionen eingesetzt.

Eukalyptus, Zitrone, Melisse und Zypresse sind virentötend, Rosmarin schleimlösend. Lavendel und Teebaum helfen gegen Pilzinfektionen, aber Lavendel wirkt zugleich schlaffördernd und ausgleichend und wird deshalb zusammen mit Jasmin, der entspannend und harmonierend wirkt, auch bei psychischen Beschwerden eingesetzt.

Sanfte Behandlungsmethode

Ein Vorteil der Aromatherapie ist, dass sie kaum Risiken und Komplikationen mit sich bringt. Allerdings sollten ätherische Öle niemals unverdünnt aufgetragen werden, sie könnten allergische Reaktionen und Hautreizungen hervorrufen. Zudem steigern einige Öle die Lichtempfindlichkeit der Haut, so dass Hautreaktionen möglich sind. Bei offenen Wunden, Krampfadern oder der Neigung zu Thrombose oder Epilepsie wird ebenfalls von einer Aromatherapie abgeraten.

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