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Ayurveda - Gift aus dem Netz

28.08.2008 um 11:58

Wer ayurvedische Medikamente im Internet kauft, hofft auf Heilung. Doch viele Produkte enthalten zu viel Quecksilber, Blei und Arsen.

Insgesamt 20 Prozent der im Internet gekauften Ayurveda-Produkte sind mit Schwermetallen belastet. Das galt zumindest für die Proben, die ein Forscherteam um Robert Saper der Universität Boston analysiert hat.

Die US-Wissenschaftler kauften bei insgesamt 25 Anbietern im Internet 193 ayurvedische Medikamente, die aus den USA oder Indien stammten. Mit einem Röntgen-Fluoreszenz-Spektroskop ermittelten die Forscher die Metallkonzentrationen der Heilmittel. In 40 Produkten überschritten die Schwermetallgehalte die Grenzwerte. Vor allem sogenannte Rasa-Shastra-Medikamente enthielten zu viel Quecksilber, Blei oder Arsen. Im Gegensatz zu den ayurvedischen Kräutermischungen basieren Rasa Shastra hauptsächlich auf Metallen und Mineralien.

Giftiger Beigeschmack

95 Prozent der verunreinigten Mittel wurden über US-Webseiten verkauft, obwohl die meisten Anbieter eine einwandfreie Herstellung garantiert hatten.

Grundsätzlich bergen die Rasa-Shastra-Produkte bei ordnungsgemäßer Herstellung keine Risiken. Die weltweite Nachfrage steigt jedoch, was schnelle und unsaubere Herstellungsverfahren einzelner pharmazeutischer Betriebe begünstigt, erklärt Elmar Stapelfeldt, Dozent an der Europäischen Akademie für Ayurveda im Gespräch mit FOCUS Online.

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