Gesundheits News

Schlafstörungen – ein unterschätztes Problem

16.03.2017 um 15:10

Immer mehr Menschen können schlecht ein- oder durchschlafen.

Schlafstörungen und deren Auswirkungen auf die Arbeit sind Schwerpunktthema der Krankenkasse DAK-Gesundheit für ihren diesjährigen Gesundheitsreport. Die Fehltage aufgrund von Schlafstörungen nahmen demnach um rund 70 Prozent auf jetzt 3,86 Tage je 100 Versicherten zu. Eine Krankschreibung aus diesem Grund habe im Schnitt 10,9 Tage gedauert.

Die große Mehrheit der Betroffenen geht nicht zum Arzt. Im letzten Jahr waren nur 4,8% der Erwerbstätigen deswegen in einer Praxis.
Schlafstörungen sind häufig Folge oder Ursache von psychischen Störungen wie Depressionen und Angstzuständen. Mehr als jeder dritte Patient bekomme deshalb eine Psychotherapie, jeder zweite Medikamente. Im Vergleich zu 2010 nähmen heute mit 9,2 Prozent fast doppelt so viele der 35- bis 65-jährigen Arbeitnehmer Schlafmittel. Jeder zweite kaufe dabei Schlafmittel ohne Rezept - und meist ohne ausreichende Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen. Fast jeder Vierte nehme Schlafmittel länger als drei Jahre.

Die Ursachen einer andauernden Schlafstörung sollten abgeklärt werden. Schlafstörungen können unterschiedliche Ursachen haben - vom Lärm in der Nacht über Stress in der Arbeit oder in der Familie bis hin zum falschen Umgang mit Schlaf.

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